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Mein persönlicher Jahresrückblick

 

Jahresrückblick – eigentlich mach ich so was für gewöhnlich nicht. Eigentlich! 😉 – Das Jahr 2015 war irgendwie ein besonderes Jahr. Wo ich mich auch umhöre, jeder erzählt, dass das Jahr besonders schnell verging – nicht immer liegt das am Alter! – Jeder erzählt, dass sich in diesem Jahr wahnsinnig viel veränderte…. Jeder darf für sich selbst herleiten, was der Hintergrund sein mag.

„Für mich haben sich wirklich große Ereignisse ergeben, die mich sehr bewegen, auch viele Kleine, die etwas zur Veränderung beigetragen haben, doch alles möchte ich hier nicht aufzählen…“

 

Mein ebook wurde auf vielfachen Wunsch als Druckausgabe aufgelegt und nun kann also auch haptisch darin geblättert werden. Außerdem gibt es einige Interviews mit meiner Verlegerin zu den einzelnen Themen. Alles zu sehen auf der Verlagsseite. Hat sehr viel Spaß gemacht!

Mein Lernblog ging so richtig an den Start. Neue Seite, neuer Name, jede Woche ein Artikel zum jeweiligen Monatsthema. Samt Imagefilm von „People in focus“. Danke für die professionelle und wertschätzende Zusammenarbeit! – Inzwischen haben sich eine Menge Artikel angesammelt in den Hundert Welten des Lernens.

Vor vielen Jahren hatte ich die Idee, bei den Ausbildungskursen für Montessori-Pädagogen mitzuwirken. Es hat sich nie konkretisiert, also habe ich diese Idee vor ca. 2 Jahren begraben… Sollte wohl nicht sein. Und dann wurde ich im Frühjahr gefragt, ob ich nicht im Referententeam der Montessori-Akademie-Biberkor gehören möchte. Ohne zu überlegen sage ich zu und es fühlt sich richtig gut an. Auch wenn die ersten Einsätze erst im Herbst sind. Im Sommer hospitiere ich bei meiner ehemaligen Kollegin und langjährigen Referentin und bin begeistert, gleichzeitig bezweifle ich, dass ich jemals so viele wichtige Dinge zwischen den Materialpräsentationen erzählen kann. Ich stelle mich der Herausforderung und erlebe wunderbare Kurse mit sehr offenen und engagierten Teilnehmern. Es fühlt sich an, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. All die Jahre fließen zusammen und nun kann ich mein Wissen sehr umfassend weiter geben.

Es sind nicht die perfekten Techniken der Materialeinweisungen, sondern es macht die Einstellung zum Lernen, zum Kind und seinen Potenzialen, seinen eigenen Lernwegen, sowie seinen Prozessen. Es sind der Respekt und das Wohlwollen, nicht eine Technik.

Ich genieße es sehr, die Basics der Montessori-Pädagogik vermitteln zu dürfen. Ebenso genieße ich es, mit meiner ehemaligen Kollegin wieder – in veränderter Konstellation zusammen zu arbeiten! Auch die Wertschätzung der Akademieleitung, die mir entgegengebracht wird, berührt mich sehr.

Die LernCoachings am ehemaligen Schulkolleg wurden eingestellt, ein persönlicher Rückschlag, schade. Doch nicht lange danach ergab sich eine neue Möglichkeit… Ein langjähriger Trainerkollege ruft an und erzählt mir, dass er ein Projekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge startet. Er würde es mit einem Team komplett neu aufbauen, ob ich mit dabei wäre… Wir trafen uns… und … kann man da nein sagen? So kam die ganze Flüchtlings“krise“ ganz nah an mich ran. Im Lauf des Sommers und des Herbstes nahm ich all die Veränderung, die politische Situation, die Hilfsbereitschaft und all das Elend und Leid mit ganz anderen Augen wahr, denn ich war irgendwie mittendrin.

Ich durfte sechs wunderbare junge Menschen kennen lernen, ich darf sie auf ihrem Weg begleiten, mit ihnen lachen und traurig sein, mit ihnen staunen und lernen, mit ihnen kochen und essen, mit ihnen leben. Dabei erlebe ich mich, meine Automatismen und unser Deutschsein auf eine ganz besondere Weise. Ich habe in dieser Zeit sehr viel über mich gelernt. Ich habe mir sehr viele Gedanken über unsere Weltsituation gemacht und sehr viel Unsinn gelesen und gehört. Ich war wütend über so viel Ignoranz Egoismus und Dummheit. Ich habe sehr viel reflektiert über mein Verhalten. Ich habe eingesehen, dass einer alleine die Welt nicht retten oder verändern kann, aber ich habe noch mehr erkannt, dass einer allein in seinem Bereich sehr viel verändern und bewegen kann. Ich habe wunderbare Menschen dadurch kennen gelernt, mir sind so viele „Zufälle“ begegnet, dass man nicht mehr an eine Unberechenbarkeit glauben kann. Und ich bin mir sicher, dass wir es gemeinsam schaffen werden. Ich weiß nicht wie, aber ich weiß dass… denn uns bleibt nichts anderes übrig. Da können dunkle Mächte Intrigen spinnen wie sie wollen. Das Gute wird siegen, wie im Film, denn positive Energien haben mehr Kraft.

Ich werde mich nicht unterkriegen lassen und ich werde weiter dafür leben, dass wir eine lebenswerte Welt erschaffen können. Kleine Schritte des Möglichen, immer wieder ein bisschen verrückt und unberechenbar, damit Unmögliches möglich werden kann. Es wird alles seinen Sinn haben, auch wenn wir ihn noch nicht erkennen können.

Ich bin sehr dankbar für das Jahr 2015 und sehr gespannt, was 2016 bereit hält. Es hat jedenfalls schon sehr turbulent begonnen 🙂