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Lehrer

Mitarbeit im Unterricht… Hausaufgaben…

noch schlimmer…. – Für viele leidige Themen….

Ja, kann ich verstehen. Hilft nix, im gegenwärtigen System und einen Zauberstab um das zu ändern hab ich leider noch nicht gefunden!

Kennst du das? In manchen Unterrichtsstunden kann man wunderbar aufpassen und mitarbeiten. – Liegt manchmal am Fach, oder auch nur am Themengebiet und manchmal am Lehrer selbst. Weil er es einfach drauf hat für sein Fach zu begeistern, weil er cool oder einfach nett ist, oder für eine tolle Stimmung sorgt. Genau dann nimmst du wahrscheinlich viel mit aus dem Unterricht und musst zu Hause nicht mehr (viel) lernen. Cool oder? So sollte das immer sein. Ja best generic viagra. Stimmt!

Falls es nicht so automatisch geht, muss man ein bisschen Kraft und Überwindung einsetzen. Was dir das bringt? – Naja: Wenn du eh schon in der Schule rumsitzen musst, dann kannst du ja wenigstens im Unterricht alles mitnehmen um am Nachmittag möglichst wenig Zeit einsetzen zu müssen. – Was du genau tun kannst, beschreibe ich dir in den nächsten 4 Wochen auf dem Blog.

03_Mitarbeit und Hausaufgaben

 

 

 

 

 

 

 

Es wird auch über Hausaufgaben gehen…. Ja, über deren Sinn lässt sich streiten. Doch das ist in deinem Fall Zeitverschwendung. Nicht in jedem Fall sind sie nur Beschäftigungsmaßnahmen für Schüler! 😉

 

Lies mal nach, vielleicht macht es für dich Sinn und du kriegst sie in Zukunft schneller hin und erleichterst dir damit auch noch den Schulalltag!

 

Achtung! Könnte echt sein…. Also, nur lesen, wenn du dir dieser Gefahr bewusst bist!

 

Ran an den Speck!

 

Die einzelnen Artikel findest du hier:

Notizen erstellen im Unterricht (01.03.2015)

Notizen – Mitarbeit? Wozu? (09.03.2015)

Idealzeitpunkt für Hausaufgaben (16.03.2015)

Belohnung für mich (23.03.2015)

 

 

 

Foto: © Rainer Sturm_pixelio.de

Schule macht Gesellschaft – welche Schulen brauchen wir?

 

Schulpolitische Diskussionen sind Dauerbrenner. Dabei scheinen die Fronten verhärtet und jeder versucht seine Ideen als die einzig Richtigen zu verteidigen. Aktuell geht es nicht nur in Bayern um eine neue Reform des Gymnasiums. Das überall überstürzte und aus finanziellen Gründen eingeführte ‚G8‘ gilt als gescheitert. Manche Bundesländer haben schon Konsequenzen gezogen. Bewegung bringen meist engagierte und besorgte Eltern in die Diskussionen und unterstützen Lehrer und anerkannte Forschungen um Kindern und Jugendlichen eine zeitgemäße Bildung und Schulzeit zu ermöglichen.

Auch die Initiative „Aktion gute Schule“ um Thomas Becker in München engagiert sich, Eltern zu gewinnen, sich für eine Bildungsreform zu engagieren. Auf der Seite des eingetragenen Vereins finden sich viele prominente Unterstützter mit ihren Statements zur aktuellen Bildungslage. Becker engagiert sich auf Grund eigener Erfahrungen. Der vierfache Vater war es leid, das Familienleben für die Schule zu opfern und seine Kinder nur noch lernend zu sehen, auf jeder Autofahrt irgendetwas zu büffeln und sogar im Urlaub die Schulbücher dabei zu haben. Der selbstständige Unternehmer ist es gewohnt, die Ärmel hochzukrempeln. Er hat Kontakt zu vielen Bildungspolitikern und Verantwortlichen, sowie Verbänden, die im selben Feld tätig sind. „Wir können nur gemeinsam etwas erreichen. Als Einzelner ist man verloren, wird nicht gehört. Und auch so hat man oft noch das Gefühl, dass nichts voran geht. Veränderung von Schule geht unheimlich langsam. Doch zum Glück sind auch immer mehr innovative Beispiele zu beobachten“ erklärt der Vorstand der ‚Aktion gute Schule‘.

Am Samstag, 06. September 2014 diskutiert Thomas Becker um 19:00 Uhr mit Fachleuten die Frage, welche Schulen unsere Gesellschaft braucht. Jonas Lanig von der ‚Aktion Humane Schule‘ moderiert den Abend.

 

Zu Gast sind:veranstaltung_stern

  • André Stern, Autor …und ich war nie in der Schule
  • Elfie Schloter, Leiterin Institut für Zusammenarbeit im Erziehungsbereich IFZE
  • Theresa Anne Panny, Funkenfliegerin und Schulsystemkritikerin die ihr Abitur verweigerte Artikel in der SZ
  • Simone Schild, stelv. Schulleiterin Anne Frank Realschule – Schulpreisträger 2014
  • Berthold Rüth, MdL, Mitglied Bildungspolitischer Ausschuss des bayerischen Landtags als Vertreter des Kultusministeriums

 

Karten sind im Vorverkauf für 5,00 Euro unter karten@guteschule.eu erhältlich, an der Abendkasse beträgt der Preis 6,00 Euro; Schüler und Studenten sind frei.

LiLaLu-Festzelt im Olympiapark Süd (Zugang über Ackermannstraße / Spiridon-Luis-Ring)

 

Mitveranstalter sind:

nlpaed eV., LiLaLu, Referat für Bildung und Sport München, Eine Schule für alle in Bayern e.V., Netzwerk Inklusion Bayern

 

Infos zu Veranstaltung: Aktion gute Schule – Vorhaben

Postive Stimmung in der Klasse

Handbuch mit Ideensammlung für Lehrer an weiterführenden Schulen, alle Fächer, Klasse 5–13

 

Gutes Klima lässt nicht nur Pflanzen wachsen und gedeihen – auch in der Schule sorgt eine gute Stimmung dafür, dass sich alles und jeder bestens entwickelt. Diese cleveren Praxistipps und Anregungen stärken die Schüler-Lehrer-Beziehung und schaffen eine gute Klassen- und Lernatmosphäre.

 

nlpaedDie Autoren dieses Ratgebers, ein Team aus dem nlpaed e.V., Rolf-Dieter Aff, Regina M.Bach, Gudrun Heinrichmeyer, Maria Hublitz, Herbert Just, Alexandra Lux und Christina Mager, sind ausgewiesene Fachleute in NLP (Neurolinguistisches Programmieren); alle Impulse beruhen auf bewährten NLP-Methoden, die speziell für den Unterricht weiterentwickelt wurden.

 

Dabei reichen die Anregungen von Hilfen zur Strukturierung des Unterrichts – die für Schüler und Lehrer verlässliche Regeln und Umgangsformen festlegen und Rituale etablieren – über Möglichkeiten einer positiven Kommunikation – in der nicht immer nur gelobt wird, aber der „Ton stimmt“ – bis hin zu Hilfen bei Stress und Tipps zum Umgang mit Konfliktfällen, bei denen es vor allem darum geht, die Schärfe der persönlichen Angriffe aus den Auseinandersetzungen zu nehmen. Sp gelingt es Anfängern wie „alten Hasen“ gute Stimmung in die Klasse zu bringen.Klasse Stimmung

Die klare Gliederung und die übersichtliche Darstellung mit Angaben zu Anwendungsbereich, Lernziel, Zielgruppe, Zeitaufwand, Materialien und innerer Haltung sowie die leicht verständlichen Beschreibungen zu Vorbereitung und Vorgehensweise machen die Ideen zu schnellen, unkomplizierten Praxishelfern für alle Unterrichtsphasen. So müssen Sie beim Lesen keine langen Wurzeln schlagen – sondern können im Handumdrehen für eine positive Stimmung sorgen!

 

Rezensionen finden Sie auf amazon, oder auch hier…
von Heidemarie Brosche, Hauptschullehrerin und Autorin von Kinder-, Jugend- und Sachbüchern, www.h-brosche.de

 

Erhältlich im Buchhandel, online und signiert gerne über mich 🙂 einfach per mail anfordern!

Direktbestellung:

Erschienen am 07.07.2014 im Verlag an der Ruhr

 

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Wie sieht sie aus, die gute Schule?

 

Das fragte Reinhard Kahl am 07.07.2014 in München in der Spielhalle.Die gute Schule

Zu Gast sind der Vorsitzende der Jury des deutschen Schulpreises Prof. Michael Schratz, Schulpreisträger Anne-Frank-Realschule München und die SchlaU-Schule München, die den Jury-Preis bekommen hat.

Der deutsche Schulpreis wird seit 2006 von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung an besondere Schulen in Deutschland vergeben. Der deutsche Schulpreis ist sozusagen das Gegengewicht zur Pisa-Studie. Pisa zeigt uns seit über 10 Jahren auf, was immer noch nicht funktioniert und wo die Probleme der Schulen liegen. Sie ist lernorientiert und vergleicht messbare Daten. Der deutsche Schulpreis betrachtet die WIE-Beschaffenheit von Schulen; davon werde die Jury regelmäßig überrascht, so Schratz. Dort werden Visionen gelebt, von denen man eigentlich nicht glaubt, dass sie in Deutschland umsetzbar wären.

 

Anne-Frank-Schule MünchenEva-Maria Espermüller-Jug, Schulleiterin der Anne-Frank-Schule in München, die diesjährigen Schulpreisgewinnerin erklärt, dass der Weg zum Schulpreis 2014 ein langer Prozess war. Die Setzung des Schwerpunktes auf Wissenschaft und Technik, sowie die Einführung des gebundenen, rhythmisierten Ganztag haben sich über Jahre entwickelt. Dabei haben sie sich viele gute Schulen und auch die sogenannten „Leuchtturmschulen“ angesehen und sich von diesen Schulen für ihre eigenen Konzepte inspirieren lassen. Denn ein Erfolgsmodell kann man nicht einfach 1 zu 1 übertragen, es muss an die eigenen Gegebenheiten angepasst werden. Wichtig dabei ist auch, dass das Kollegium als Team gemeinsam am Prozess beteiligt sein muss. Die LehrerInnen der Anne-Frank-Schule sehen sich auch nicht mehr als Lehrer, sondern als LernBegleiter, LernCoaches.

 

Die Schülerinnen dort lernen auch in Lernbüros. Diese Arbeit soll nun, weil sie vom Kollegium als so erfolgreich gesehen wird auf immer mehr Fächer ausgeweitet werden. Das selbstständige Lernen fördere die Schülerinnen mehr als Frontalunterricht. Dass dies bisher noch nicht in zeitlich größerem Umfang möglich war, läge auch daran, dass sie eine bayerische Schule wären, die sich an die Stundentafel halten müsse, merkte Espermüller-Jug an. Hausaufgaben z.B. gibt es an dieser Schule nicht, denn alles wird in der Schule trainiert. Die Schule ist für das verantwortlich, was die Schülerinnen lernen und können. Auch wurde der Lehrplan kritisch auf die Frage hin, was für das Leben der Schülerinnen wirklich wichtig ist, überprüft.

 

Auch Theater spielt an dieser Schule eine große Rolle: Als tusch-Schule kooperieren sie mit dem Gärtnerplatztheater. Die Schülerinnen gaben eine kurze Kostprobe ihres selbstgeschriebenen Stückes, das kurz vor der Premiere steht.

die gute Schule2014-07-07 19.48.51 (Kopie)

 

Schratz merkt an, dass Lehrer und Lehrverantwortliche eine Kompetenzlosigkeitskompetenz bräuchten, um sich überraschen zu lassen, was alles möglich ist und was SchülerInnen alles in sich tragen.

 

Die Münchner SchlaU-Schule bekam dieses Jahr den Sonderpreis der Jury. SchlaU-Schule München

Sie bezeichnet besonders die Bedürfnisorientierung aus, erzählt Schulleiterin Antonia Veramendi. Hier kämen viele junge Menschen aus aller Welt mit traumatischen Erlebnissen und vielen Hoffnungen, sowie großen Potenzialen zusammen. Immer wieder muss die Schule sich neu auf die Bedürfnisse einstellen und ausrichten. Hier ist es zunächst wichtig, dass die SchülerInnen sich wohl und sicher fühlten, um überhaupt lernen zu können. „Lernen ist die Aufgabe der SchülerInnen, das machen sie von alleine, wenn der Rahmen stimmt und den muss die Schule bieten.“ so Veramendi. Zu diesem Rahmen gehören eine sichere und entspannte, angstfreie und unterstützende Atmosphäre. In der SchlaU-Schule wird zuerst darauf geachtet, dass es den SchülerInnen gut geht.

 

In eines der vielen Projekte an der SchlaU-Schule, „Create your voice“ bekamen die Besucher einen Einblick: drei SchülerInnen trugen einen selbstgeschriebenen Text vor. Aufführung ist in den Kammerspielen am 16. und 17. Juli 2014.

2014-07-07 20.23.59 (Kopie)

 

 

 

 

 

 

 

Ein kurzweiliger Abend, der wieder einmal zeigt, was alles möglich ist, wenn Erwachsene etwas wollen und das dann umsetzen. Kahl: „Arbeiten am System heißt an den Fesseln des Systems zu rütteln.“ Das war die Essenz des Abends. Veränderung der Bildungslandschaft kommt nicht durch die Politik, sondern nur durch das Engagement der Lehrer, so Schratz. So entstehen Schulen, in denen Schüler so lernen, dass sie gleichzeitig Erfolg haben und ihre Persönlichkeit entwickelt wird!

Die gute Schule

 

Reinhard Kahl erwähnt noch eine Mc Kinsey-Studie, die aufzeigt, dass eine Investition in die frühkindliche und vorschulische Bildung und Betreuung eine betriebs- und volkswirtschaftliche Rendite von 12% zur Folge hat. Hier folgt die Frage, warum der Staat das Geld nicht so gewinnbringend investiert?

 

Michael Schratz stellt zum Schluss noch in den Raum, dass wir alle glaubten zu wissen, was wie vermittelt werden sollte…

 

Wie schade, dass der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle an einem solchen Abend nicht anwesend war. Immerhin haben zwei bayerische, Münchner Schulen den Schulpreis 2014 bekommen. Also eine Auszeichnung als BESTE deutsche Schule! – Warum wundert mich die Abwesenheit nicht?

Gymnasium in Bayern – G8 – allgemein kein Erfolgskonzept…

 

Die Weltpolitik rückt von G8 zu G7, Bildungskritiker fordern im Gymnasium von G8 „zurück“ zum neuen G9 zu

gehen. G∞ ist also irgendwie doch nicht unendlich…

 

Das zulässige Volksbegehren der Freien Wähler setzt die bayerische Bildungspolitik nun auch unter Druck, die seit Jahren geäußerte Kritik zum verkürzten Gymnasium mit seinen vielen Kosmetikmaßnahmen zu reagieren. Das Kultusministerium hält sich zurück – Strategie um später die Schelte abwehren zu können? Die Philologen legen einen Entwurf vor, Seehofer nimmt es nun letztendlich in die Hand. Noch lässt er den Ausgang völlig offen, falls konservative Kräfte in seinen Reihen sich ihm doch widersetzen, aber klar stellt er, dass er dann „klare Vorgaben“ machen wird, um den Schulen die Verantwortung abzunehmen.

 

Grundsätzlich positiv finde ich erst mal, dass sich nun Menschen mit dem Konzept auseinander setzen, die wohl tatsächlich aus der Praxis kommen, also wissen, wie das Leben im Gymnasium aussieht. Ein Konzept aus der Praxis, statt vom fernen Schreibtisch für die Praxis. Doch der Haken an dieser Sachlage ist, dass diese Praktiker evtl. betriebsblind sind – nur das Gymnasium sehen, das es in ihrer Welt gibt, also Impulse von außen keinen Einfluss haben und somit wieder „nur“ Altes neu aufbereitet angeboten wird.

Es soll ein neues G9 geben – die von den Freien Wählern geforderte Zweigleisigkeit von G8 und G9 wird von den Philologen abgelehnt. Trotzdem soll es die Möglichkeit für manche Schüler geben, das Abitur doch nach 8 Jahren zu absolvieren. Sie dürfen dann die 10. Klasse überspringen.

 

Und hier setzt mein Hauptkritikpunkt an! Homogenität gibt es nicht und Gleichschritt gehört zum Militär! Bis zur 9. Klasse sollen also alle Schüler im Gymnasium wieder im Gleichschritt durch die Jahre und den vorgeschriebenen Stoff marschieren. Nehmen wir mal das Beispiel von „Max“ (Figur erfunden): Max denkt schnell, fasst rasch auf und kann Zusammenhänge herstellen. In der Grundschule zählte er zu den schnellen und sehr guten Schülern, was sozial auch nicht auffällig, der Weg zum Gymnasium war ohne Elterliche Anstrengung möglich. Auch in der Unterstufe des Gymnasiums kommt er leicht mit und merkt immer mehr, dass er schneller versteht als seine Mitschüler und fühlt sich immer öfter durch deren Fragen und Wiederholungen ausgebremst. Seine Fragen werden nicht beantwortet, weil es das Mittelfeld der Klasse überfordern würde. Nun ist Max aber so „flexibel“ und handhabbar, dass er sich anpasst und zu Hause seinen Wissenshunger stillt. Er läuft im Gleichschritt der Gauß’schen Verteilung mit und drosselt sein Tempo, ohne auffällig zu werden. Max hält es bis zur 9. Klasse aus, dann darf er die 10. Klasse überspringen. Das Konzept hält extra Unterstützung für ihn bereit, damit er diesen Sprung gut schaffen kann see this. Max macht mit Leichtigkeit ein sehr gutes Abitur und verlässt das Gymnasium nach 12 Jahren statt nach 13. Das ist wohl das „gemeine Musterkind“ des Philologenverbandes.

 

Was aber passiert mit einem Max, der den Gleichschritt nicht mitgeht? Der aufmüpfig auf sein Tempo beharrt, bzw. gelangweilt aus der Reihe tanzt und mit allerlei originellem Verhalten auf sich und seine Bedürfnisse aufmerksam macht? Dieser Max wird es wohl nicht bis zur 9. Klasse im Gymnasium aushalten, um endlich überspringen zu können. Er wird schon vorher als nicht gymnasialtauglich aussortiert! – Können wir uns so etwas zu Gunsten der erzwungenen Homogenität leisten?

 

Aus welchem Grund wird am Gleichschritt festgehalten?

  • Was hält Lehrer / Schulen davon ab, individualisiert und altersübergreifend zu denken und zu arbeiten?
  • Aus welchem Grund bleiben offensive und funktionierende Konzepte wie z.B. das des Oettinger Albrecht-Ernst-Gymnasiums (http://www.gymnasiumoettingen.de) trotz höchster Besuche und Lobeshymnen „einzigartig“?
  • Was lässt Lehrer, die unzufrieden sind und innovative Ideen und Ansätze haben, Einzelkämpfer bleiben und was lässt sie „stillhalten“?
  • Was macht die ganze Schulentwicklung so träge?
  • Aus welchem Grund bleiben Eltern weitgehend still und ertragen das Leid ihrer Kinder – nur weil es eben so ist?

 

Ich verstehe einfach nicht,

… was den Glauben an altershomogene Klassen und pauschal-begießen der gesamten Klasse mit vorgekautem Wissen so hoch hält.

… was an Ziffernnoten so viel besser sein soll, als an differenzierter Rückmeldung.

… wozu absolute Vergleichbarkeit so wichtig ist! – Kinder sind doch keine maschinell gefertigten Produkte!

… warum die moderne Bildungs- und Gehirnforschung nicht beachtet wird.

… wie Kindheit und Jugend in unserer heutigen Gesellschaft so homogenisiert werden muss!

… was es so schwer macht, alte Zöpfe abzuschneiden.

… was daran hindert, die Idee von Schule neu zu denken und den Bedürfnissen unserer Zeit anzupassen.

… warum Schüler in die Kategorien „Mittelschule“, „Realschule“, „Gymnasium“, „Förderschule“ eingeteilt werden müssen!

 

Was ich mir wünsche?

… entdeckendes Lernen an Hand von altersrelevanten Fragen aus dem Leben und Erleben der Kinder und Jugendlichen.

… lernen mit Fragestellungen statt vorgekautes Wissen hinunterzuwürgen um es dann auf dem Altar der Noten- und Vergleichbarkeitsheiligen darzulegen.

… Erwachsene, die Kinder und Jugendliche in das Leben und Wissen hinein begleiten und ihre „Vollkommenheit“ in Frage stellen können.

… Schüler zu eigenständigem Denken ermutigen und es von ihnen einfordern.

… dass Erwachsene Verantwortung leben um Kindern ein Vorbild zu sein.

… dass in Schulen Interessensgruppen an Themen arbeiten können, egal welcher „Klassenstufe“ sie angehören, und dieses Wissen dann anderen Schülern und Erwachsenen präsentieren.

… dass Schüler Verantwortung übernehmen dürfen.

… dass unsere Gesellschaft den Mut aufbringt hier endlich etwas zu verändern, was längst überfällig ist und unsere gesellschaftliche Entwicklung garantiert!

… EINE Schule, in der alle Kinder und Jugendlichen so lernen können, wie es ihre individuelle Entwicklung erfordert und Lehrer, die sie je nach Bedürfnissen fördern und fordern!

 

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Presse im Netz:

Lehrerverband will zurück zum G9 – Merkur online

Ein überfälliger Schritt – Süddeutsche

Lehrer fordern flexiblere Wege zum Abitur – Süddeusche

 

 

 

 

 

 

 

Irrtum für Irrtum werde ich hier unter die Lupe nehmen

Eine Gegendarstellung zu den angeblich ‚zehn populärsten Irrtümern der Pädagogik‘ die im Heft „Schule & Wir“ 1/2014 propagiert werden.

Als erfahrene Montessori-Pädagogin und LernCoach maße ich mir sowohl eine andere Sichtweise an, als auch weitergehendes Wissen, als das vom Autor hier sehr einseitig angelegte Darstellung, die wahrscheinlich auf der Kurzzusammenfassung der Hattie-Studie aufbaut.

Es beginnt schon mit dem Einleitungabschnitt. Hier werden zwar keine Namen genannt, doch jeder, der sich in der aktuellen kritischen Diskussion auskennt, weiß sofort, wer hier als Ammenmärchenerzähler abgestempelt wird!

Hier der Link zum Artikel

 

Zu Irrtum Nr. 1 – Lerntypen:
Dass nicht mit den Sinnen sondern mit dem Gehirn gelernt wird, möchte ich gar nicht widerlegen. Doch damit die Information im Gehirn verarbeitet und abgespeichert werden kann, muss sie nunmal den Weg dorthin über einen Sinneskanal schaffen. Über die Sinne nehmen wir die Informationen aus unserer Umwelt auf. Normalerweise stehen uns dazu fünf zur Verfügung. Es ist zu beobachten, dass Menschen diese Informationen durchaus unterschiedlich, also mit verschiedenen Sinnen aufnehmen. Dadurch liegt der Schluss nahe, dass der Mensch sich auf den ein oder anderen Sinn „spezialisiert“ hat. Werden Informationen über diesen Sinn aufgenommen, gelangen sie vollständiger ins Gehirn, als über einen anderen Sinn. Die Verarbeitung und Abspeicherung ist dann natürlich auch eine andere.
Nur, dass es noch keinen Nachweis zum verbesserten Lernergebnis gibt, heißt es noch lange nicht, dass die Berücksichtigung der Lerntypen unsinnig ist!

Zu Irrtum Nr. 2 – Gesamtschulen vs. differenziertes Schulwesen
Wer ist hier mit ‚einige Pädagogen‘ gemeint? Undifferenziert und verallgemeinernd werden hier Phrasen wiedergegeben. Schon wieder wird der fehlende Beweis für Erfolge ins Feld geführt und auch noch das so erfolgreiche bayerische Schulwesen auf den Thron gesetzt. Dabei liegt Bayern auf Platz 3! Führt nicht Bayern auch die Durchfall-Quote an? (4,6 % in 2011 lt. Bildungsmonitor 10/2013)
Ich stimme zu, dass die Qualität des Unterrichts für Lernerfolge ausschlaggebend ist, doch das heißt ja noch lange nicht, dass guter Unterricht nur im differnzierten Schulwesen zu finden ist! Es heißt, der Beweis müsse auf Kosten der Kinder geführt werden – wer denkt an die Kinder, die im Aussortier-Betrieb so gar nicht auf ihre Kosten kommen?

Zu Irrtum Nr. 3 – Frontalunterricht
Hier wird der Leser mit verschiedenen Fachbegriffen konfrontiert. ‚Frontalunterricht‘ – ‚Lehrervortrag‘ – ‚lehrerzentrierter Unterricht‘. Ich glaube nicht, dass die Unterschiede dem Zielpublikum „Eltern“ so geläufig ist. Wenn man genau liest, beschreibt dieser Irrtum sehr gut die „Osterhasenpädagogik“. Darunter versteht man Unterricht, in dem der Lehrer das Wissen schön versteckt und die Kinder müssen es suchen um ‚das gewünschte Lernziel‘ zu erreichen. Angeblich kommen ’schwächere Kinder‘ oder ’solche mit Konzentrationsschwierigkeiten‘ mit diesem ‚lehrerzentrierten Unterricht meist wesentlich besser zurecht‘. Doch was machen Kinder, wenn  die Konzentration den Fragen und Ausführungen des Lehrers zu folgen abreißt? Es könnte ja sein, dass ein Aspekt aus dem Lehrervortrag so interessant erscheint darüber weiter nachzudenken oder die Frage will tiefer behandelt werden, als der Lehrer vorher genau geplant hat, oder eine kleine Störung die Aufmerksamkeit fesselt, weil die Frage oder die Inhalte langweilig erscheinen, gar evtl. schon bekannt sind? – Dann ist es schier unmöglich dem Unterricht weiter zu folgen, weil dieser schon weiter fortgeschritten ist. Welche Auswirkung dies in den Noten und Be-Urteilungen hat, brauche ich hier nicht aufzuführen!

Zu Irrtum Nr.4 – Erfahrung von Lehrern
Hier muss ich tatsächlich zum Teil recht geben, dass erfahrene Pädagogen nicht unbedingt die Besten sind! Doch wie bitte schön können persönliche Erfahrungen ‚objektiv begründbar und empirisch belegbar‘ sein?

Zu Irrtum Nr. 5 – Noten
Der Klassiker! Würden Noten abgeschafft, könnte das Auslesesystem nicht mehr so einfach greifen! Es ist tatsächlich unglaublich, wie phrasenflach die Irrtümer daherkommen.
Lehrer erleben ihre Schüler nur in ‚ganz bestimmten Situationen‘ und können daher keine Aussage über ihre Persönlichkeit machen? Ab wann verfügt ein Mensch über ’stabile Persönlichkeitsmerkmale‘? Das hier gegebene Beispiel für ‚Persönlichkeitsgutachten‘ ist ausgesprochen schlecht und hat in einer Rückmeldung zum Lernverhalten überhaupt nichts zu suchen! Hier ist reine Interpretation im Spiel! Abgesehen davon fordert NIEMAND ein ‚Persönlichkeitsgutachten‘! Kinder und Jugendliche wollten sich außerdem über Noten vergleichen. – Über gute Noten, ja! Bekommen Schüler aussagekräftige Rückmeldungen zu ihrem Entwicklungs- und Leistungsstand brauchen sie sich nicht vergleichen. Ein Vergleich zwischen zwei Menschen ist immer demütigend! Vergleichen kann man nur seinen eigenen Fortschritt zu verschiedenen Zeitpunkten! Ziffernnoten sind weder abstrakt, auch dazu gibt es genügend Untersuchungen und sie geben auch keine Aussage zum Wissenstand, sondern zur Wissensabgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt. Aus Ziffernnoten kann man wunderbar einen „Durchschnitt“ errechnen. Doch eine schlechte Note kann übermorgen schon Geschichte sein, wenn inzwischen das Wissen verarbeitet und abgespeichert werden konnte, weil die dafür notwendige Zeit, oder der passende Zugang (s. Lerntyp) zur Verfügung stand. Also ist die schlechte Note nicht mehr gerechtfertigt, doch im Duchschnitt zieht sie sich ständig mit!

Zu Irrtum Nr. 6 – Regeln
Hier wird wieder einmal dargestellt, dass ‚moderne Pädagogik‘ angeblich ohne Regeln und Disziplin arbeiten würde und die Kinder ‚das tun und lernen dürften, was sie wollen‘. Stimmt, schließlich ist das Leben ja kein Ponyhof – wo kämen wir denn hin, wenn jeder einfach machen könnte, was er wollte! Es wird unterstellt, dass mit Freiheiten kein ’störungsfreier Unterricht‘ möglich ist und dass Kinder niemals alles lernen würden, was sie für ein selbstbestimmtes Leben bräuchten. Der Autor hat wahrscheinlich noch nie eine andere Schulform gesehen oder erlebt, als das differnziert Auslesende.
Am Fließband in Akkordarbeit ist es tatsächlich wichtig, dass alles wie am Schnürchen funktioniert und keiner daneben tritt, nur weil er gerade etwas anderes möchte, oder einen Handbewegung nicht mehr ausführen möchte. Doch mir scheint, der Arbeiter aus dem Zeitalter der Industrialisierung wurde durch Roboter am Band abgelöst und der Mensch wird eher zu kreativen, eigeneständigen und freien Entscheidungen und Arbeitshandlungen gebraucht.

Zu Irrtum Nr. 7 – Lernen und Spaß
Was ist Spaß? – Spaßgesellschaft? Verstehen Sie Spaß? Wenn man Spaß hat, lacht man sich schlapp oder amüsiert sich völlig leistungsfrei? Laut wikipedia wird „Spaß“ auch als Synonym zu Witz oder Scherz benutzt. Ich glaube eher, es geht darum, dass Lernen FREUDE bereitet.
Aber wie schön, in diesem Irrtum werden mal wieder die Horror-Methoden der Bildungsministerien „NLP“ und „Kinesiologie“ angeprangert. Stimmt, das ist höchst gefährlich, denn die Anwendung dieser Techniken kann tatsächlich sehr erfolgreich sein! – Das widerum steht dem Ausleseprozess entgegen! Was, im gängigen Bildungssystem ist „wisenschaftlich fundiert“?
Sehr schön ist auch die Aussage, dass ‚Menschen, Kinder unterschiedlich sind‘! Was ist dann bitte der Grund, dass sie alle im gleichen Unterricht sitzen und nicht unterschiedliche Zugänge zum Wissen nutzen dürfen?
Und ganz zum Schluß noch der schöne deutsche Glaubenssatz: ‚Ohne Fleiß kein Preis!‘ – Was machen Menschen, denen lernen tatsächlich ganz leicht fällt? Glück gehabt?

Zu Irrtum Nr. 8 – Computer
Wer spricht davon, Lehrer durch Computer zu ersetzen und Kinder damit komplett allein zu lassen? Lieber Autor dieses Irrtums, bitte nachsitzen und mal am Computer ordentlich und umfassend recherchieren! Computer gehören zur heutigen Lebenswelt der Schüler und sollten – ganz richtig – als ‚Methode‘ einsetzen. Dazu ist es aber erforderlich, dass Lehrer sich mit der Technik auskennen und Schulen auch mit moderner Technik ausgestattet sind!

Zu Irrtum Nr. 9 – Loben
Um zu zehn Irrtümern zu kommen, muss nun wohl alles an den Haaren herbei gezogen werden! Kein vernünftiger Pädagoge würde auch nur ansatzweise davon sprechen, pauschales Lob für jeden Bleistiftstrich zu verteilen! Schön wäre es, wenn Kinder ehrliche Rückmeldungen statt Noten bekämen, denn es stimmt, dass sie selbst erkennen, ‚ob eine Leistung wirklich gut war‘, aber das wurde ja im Irrtum Nr. 5 widerlegt.

Zu Irrtum Nr. 10 – Sitzenbleiben
Wieviele Schüler schließen tatsächlich ihre Lücken im Wiederholungsjahr? Und aus welchem Grund sollen sie wegen Lücken in einem oder zwei Fächern alle anderen Fächer auch wiederholen? – Wäre dann nicht eine gezielte Förderung in den lückenhaften Fächern weitaus sinnvoller?
Zur Untermauerung dieses Irrtums wird eine Forsa-Umfrage zitiert… wo bleibt hier der wissenschaftliche Anspruch?

Jeder Leser, der sich nur am Rande mit unserem Bildungssystem befasst kann sich über die in ‚Schule & Wir‘ aufgeführten Irrtümer nur aufregen, bestenfalls lauthals darüber lachen.

Konstruktiver fände ich, genau diese Punkte im Schulsystem genau unter die Lupe zu nehmen und umfassende Verbesserungen anzustreben.

 

 

Eine engagierte Lehrerin ließ mich Folgendes wissen (unabhängig von meinem Statement):

Ich bin heute in meiner 9. Klasse auf das Heft gestoßen, das bei mir auf dem Pult lag – und habe sofort meinen kompletten Unterricht umgeschmissen! Im Rahmen der antithetischen Erörterung sollten meine Schüler zu ausgewählten „Irrtümern“ Stellung beziehen – mit ganz interessanten Ergebnissen!

 

Zu 3 –  Frontalunterricht: Die Schüler finden Frontalunterricht (nicht gleichbedeutend mit endlosen Lehrer-Monologen, sondern eher im Sinne von erarbeitenden Unterrichtsgesprächen) gut und wichtig, wünschen sich aber zusätzlich selbsttätiges Arbeiten, gerne auch „mit allen Sinnen“, weil sie laut ihren Aussagen Wissen so besser und länger behalten.

 

Zu 4 –  Erfahrung von Lehrern: Sie bemängelten, dass viele erfahrene Lehrer sich nicht mehr fortbilden und die Unterrichtsmethoden von uns Junglehrern als „pädagogischen Schnickschnack“ bezeichnen. Gerade diesen pädagogischen Schnickschnack schätzen die Schüler aber (in einer wohldosierten Weise) – jemand, der bloß noch die Zeit bis zu seiner Rente absitzt und sich nicht weiterbildet, kann weder motivieren noch Wissen vermitteln (= O-Ton Schüler!)

 

Und jetzt interessant für die Lerncoaches:

Zu Nr. 7 –  Lernen und Spaß: Die Schüler waren sich absolut einig, dass Lernen nicht immer nur Spaß machen kann, was sich allein aus unterschiedlichen Interessen ergibt. Spannend war folgender Beitrag einer Schülerin: Man könnte Spaß am Lernen vermittelt, wenn man das LERNEN vermittelt! Denn, so die Schülerin, wenn man nicht weiß, wie man etwas anpacken soll und sich deshalb nicht zum Lernen motivieren kann, kann man auch keinen Spaß am Lernen ENTDECKEN! Und jetzt kam der bahnbrechende Vorschlag: Eine Schule sollte Seminare – entweder regelmäßig oder als Blockseminar einmal pro Schuljahr – einrichten, die den Schülern das Lernen lernen – und das nicht nur im Rahmen einer zweistündigen Unterrichtssequenz in der 5. Klasse! Ihre Klassenkameraden stimmten ihr zu! Ich hab die Schüler auch darauf hingewiesen, dass es Lerncoaches gibt, die so etwas professionell vermitteln – fanden sie gut! (kleiner Seelenstreichler an euch Lerncoaches).

 

Mein Fazit des Tages: Bevor schwachsinnige Zeitschriften mit angeblichen empirischen Daten herausgegeben werden, sollte man vielleicht mal die fragen, die sich in der Situation befinden: DIE SCHÜLER! Und wie man sieht, sind Schüler durchaus in der Lage, Aussagen kritisch zu reflektieren! Mich hat diese Unterrichtsstunde heute zehnmal weitergebracht als so manches hochgelobte, mit empirischen Daten vollgestopfte Didaktik-Werk!

 

Lehrermangel und Sparmaßnahmen

 

Bayern – Schulpolitik. Wenn ich mir die politische Landschaft in Bayern so ansehe, kommt mir das Bild einer Großfamilie, in der die Kinder quirlig, aufgeweckt und unbeschwert herumspringen und mit jeder Menge Lausbubenideen die Welt auf den Kopf stellen. Der Vater sieht lange zu, eine Mutter tritt nicht in Erscheinung – evtl. hat die Mutter die Familie verlassen. Wird es dem Vater zu bunt, haut er mit der Faust auf den Tisch, brüllt ein Machtwort über die Köpfe seiner wilden Kinder und die Welt ist wieder in Ordnung, dann alle wissen: Wenns donnert, ist es besser zu kuschen…

Jüngstes Beispiel: Lehrer-Roulette.

Aufreger Nr. 1: Lehramtsstudenten, die einen sehr guten Abschluss haben werden nicht in den Staatsdienst übernommen. – Dabei möchte ich jetzt mal außer Acht lassen, dass eine gute Note noch lange nichts über die Lehrer-Qualtität und die Lehrer-Persönlichkeit aussagt und dass es niemals eine Übernahmegarantie für angehende Lehrer geben kann.

Der Aufreger daran ist doch, dass bekannt ist, wie marode unser Bildungssystem ist (auch wenn bayerische Politiker und deren Anhänger, der Meinung sind, dass Bayern nicht nur wegen des hervorragenden 3-gliedrigen Systems ein Paradies ist) und dass trotzdem noch nicht das Bewusstsein da ist, dass für die „Sanierung“ ordentlich Geld und noch mehr Mut aufgebracht werden muss.

 

Aufreger Nr.2: Es sickert durch, dass das Kultusminiserium 800 Lehrerstellen streicht. – Und das kurz nach der Wahl… Wo sind die Wahlversprechen, in Bildung zu investieren? Oh ohhh…. Junge Lehrer stehen auf der Straße, noch dazu werden 800 Stellen gestrichen.

 

Aufreger Nr. 3: Zahlenjonglage im Kultusminiserium zur Frage, wieviele Lehrer jetzt zukünftig weniger unterrichten werden. Woher soll da auch jemand wissen, was so wirklich los ist? Schnell werden die Zahlen nach unten frisiert.

 

Aufreger Nr. 4: Der Ganztag soll auf Biegen und Brechen ausgebaut werden, Schulen platzen aus allen Nähten, aber wir brauchen weniger Lehrer, weil es ja weniger Schüler gibt.

 

Aufreger Nr. 5: Das Abakus-Prinzip des Kultusministers: Die Stellen, die bei Lehrern eingespart werden, werden an die Hochschulen geschoben, denn da gibt es ja plötzlich mehr Studenten (wo kommen die denn her? Wollte man nicht ständig mehr Kinder im Gymnasium, sollten die nicht alle MINT studieren, damit wir dem Fachkräftemangel entgegentreten?). Scheinbar ein kluger Schachzug unserers Großfamilienvaters zwei Ministerien zusammen zu legen…

Schiebereien waren außer beim Abakus noch nie wirklich erfolgreich…

 

Lehrerverbände, Teile der Öffentlichkeit, die Opposition (wenn auch aus Prinzip) kritisieren heftig. Dem Großfamilienvater wird es zu bunt, ihn stört neben dem innerfamiliären Frieden nun auch die Unruhe in der Nachbarschaft. Es ist so weit: Er muss mal wieder ein Machtwort aussprechen! Wummms. Donnerschlag auf den Tisch. Ruhe! Nix wird gestrichen. Um den Mob vor der Haustür zu beruhigen, bringt er seine Kinder in Schach und lässt alles beim Alten. Lehrer bleiben. Ausbau garantiert, indivduelle Förderung gesichert.

 

Und die Moral von der Geschicht‘: Alles muss man (Vatern) selber machen….

 

Ich finde es unglaublich, wie sehr wir Wähler doch ständig an der Nase herum geführt werden. Ich sehe nirgendwo eigenständiges Denken, sondern nur ein wildes, selbstgefälliges Machtgespiele. Regt sich Widerstand, wird scheinbar auch nicht wirklich der Denkapparat eingesetzt, sondern das Fähnchen gedreht.

Ist das Taktik, oder Unfähigkeit? Das Verständnis von Demokratie und Mitbestimmung?

 

Aus der Presse:

news4teachers

 

 

Warum Lehrer gar nicht so blöd sind
So gelingen Eltern-Lehrer-Gespräche!

Zwischen Eltern und Lehrern ist die Beziehung oft gestört. Missverständnisse, gegenseitige
Anschuldigungen, Zoff und Frust sind an der Tagesordnung. Dabei ist dies alles andere als
konstruktiv, denn beide Parteien wollen ja dasselbe: das Wohl des Kindes.
Dieses Webinar beschäftigt sich mit Grundlagen der Kommunikation und Konfliktklassikern zwischen
Eltern und Lehrern. Es zeigt, was ein neuer Blickwinkel zur Entspannung von Situationen bewirkt,
aber auch wie die Beteiligten eskalierende Situationen meistern können.
Heidemarie Brosche, dreifache Mutter, Lehrerin und Autorin des Buches „Warum Lehrer gar nicht
so blöd sind“ (Kösel Verlag), Alexandra Lux, Montessori-Pädagogin und Lerncoach, und Gabriela
Westebbe, Mutter zweier Kinder, laden Sie zu diesem spannenden interaktiven Webinar ein.
Erfahrungsberichte, Analysen von Praxisbeispielen und eine Übung ermöglichen Ihnen ganz neue
Eindrücke.

Alle TeilnehmerInnen können Fragen stellen, die Heidemarie Brosche und Alexandra Lux
im Rahmen der Gegebenheiten kompetent beantworten werden.

 

Ein Webinar ist ein Seminar, ein Vortrag im Internet. Ganz gemütlich – ohne Babysitter, Parkplatzsuche, Überlegung: was zieh ich an… – auf dem Sofa, im Lieblingssessel, am Schreibtisch vor dem eignen PC, Laptop oder Tablet.

Ganz einfach nach der Anmeldung dem Link folgen und eintreten…. Den virtuellen Trainingsraum bereitet das Team von Samanthanet für Sie vor. Per Chat können Sie sich mit den Moderatoren und anderen Teilnehmern unterhalten und während der Diskussion der Podiumsgäste Fragen stellen, auf die dann eingagangen wird.

Teilnahmegebühr 25,00 €

Zugang auf Anfrage

Mehr über die Elternschule online: http://elternschule-online.blogspot.de/p/blog-page.html

nlpaed e.V. – ein starkes Netzwerk für verantwortungsvolle Pädagogen

Pressemeldung vom 19.04.2012 – Alexandra Lux

Im nlpaed e.V. treffen sich Menschen, die in ihrer pädagogischen Arbeit neurolinguistische Verfahren einsetzen. Das bedeutet, sie gestalten ihre lehr- und lernbegleitende Tätigkeit mit gehirngerechten Methoden, sie beziehen alle Sinneskanäle ein und ermöglichen den Lernenden vielfältige Zugänge zum Lehrstoff und eigenständige Wege im Lernen. Außerdem nutzen sie eine Art der Kommunikation, die von Respekt, Klarheit und auch Wertschätzung geprägt ist und beim Gegenüber Entwicklungsmöglichkeiten einräumt.

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Noten sind nicht einfach nur Ziffern, sie entscheiden über Glück oder Unglück!

Pressemeldung vom 28.03.2012 – Alexandra Lux

Noten Ziffern ZeugnisEin häufiger Anlass ein LernCoaching in Anspruch zu nehmen, sind schlechte Noten. Sie versetzen Eltern in Alarmbereitschaft und lassen Kinder an sich zweifeln. Wenn ich mich so umhöre, vernehme ich überall kritische Stimmen zum Thema Noten. Es wird einerseits über den Leistungsdruck gesprochen, das ständige Vergleichen untereinander und die einseitige Leistungsbewertung der Kinder. Andererseits behalten die Noten einen hohen Stellenwert, da sie über das Weiterkommen und die gesamte Zukunft des Kindes entscheiden.
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Wie bringt man eine Klasse zur Ruhe. Früher hörte man dem Lehrer zu und blieb auf dem Stuhl solange sitzen …

Stimmt, früher war das anders. Meine Beobachtung ist, dass früher andere Werte gelebt wurden und auch vom Elternhaus unterstützt wurde, dass in der Schule „Zucht und Ordnung“ herrscht. Heute jedoch sind Eltern oftmals besorgt um die psychische Gesundheit ihrer Kinder und außerdem wird darauf Wert gelegt, dass Kinder sich nicht einfach unterordnen (Gewaltprävention). Weiter will ich jetzt hier gar nicht darauf eingehen.nonverbales_klassenzimmermanagement_unterrichten_mit_logik_liebe

Wie bringt man sie zur Ruhe? Indem man Beziehung aufbaut, sie wirklich ernst nimmt und ihre Bedürfnisse sieht, damit sie erleben, dass sie gesehen werden, dann können auch sie sich einlassen und sehen. Nicht ganz ohne ist das, wenn man eine Klasse nur wenige Stunden in der Woche hat…. Für mich ist der Schlüssel für alles was sich zwischen Menschen abspielt die Beziehung.

Hier möchte ich Pearl Nitsche mit ihrem Klassenraummanagement empfehlen!

„Gute Lehrer – gute Bildung: Mit Eignungstest die Besten für das Lehramt gewinnen?“

Helfen Eignungstests tatsächlich um den interessierten Lehramtsstudenten das „wahre“ Lehrerleben zu zeigen und zu überprüfen, ob sie dem gewachsen sind? – Ein Eingangspraktikum.. gute Idee… doch auch das hängt von guten Anleitern ab!

zum Artikel – vom 11.07 sildenafil citrate generic.2012

Meiner Meinung nach braucht es eine Kombination aus Persönlichkeitsentwicklung und Praktikum, mit der Erlaubnis, selbständig denken und handeln zu dürfen!

„Gestaltung von hochwertigem Unterricht: Auf den Lehrer kommt es an“

– Resoultion des Bundeselternrates

Strukturen hin oder her – noch immer gestaltet der Lehrer mit seinem Wissen, seinen Interessen und seiner inneren Haltung zu seinem Beruf und den Schülern den Unterricht! Daher hat der Bundeselternrat Forderungen aufgestellt.

zum Artikel – www.bundeselternrat.de Herbstplenartagung 2011

„Preisgekrönte Schule – Geheimnis Haltung“

– Bericht über die Lichtenbergschule in Göttingen

Eine Schule, die bereits seit 20 Jahren erfolgreich mit jahrgangs- und leistungsgemischten Gruppen in festen Tischgruppen arbeitet. An der Lehrer ihren Schülern uneingeschränkte Wertschätzung zeigen und sich Schüler, Lehrer und Eltern regelmäßig mehrmals im Jahr treffen.

Diese Schule hat den Schulpreis wirklich verdient!

zum Artikel – vom 17.03.2012

„Hirnforscher fordert Umdenken bei Lehrern“

– Lehrer als Schatzsucher

Die Hirnforschung – an ihrer Spitze Gerald Hüther – weist seit langem Erkenntnisse und Ergebnisse auf, die nicht mehr zu unserem bekannten Lehrsystem der Schule passen. Kinder müssen nicht mit Wissen angefüllt werden, sondern individuell auf ihrem Lernweg unterstützt werden. Daher muss sich die Einstellung der Lehrer zu ihrem Beruf und ihrer Art des Arbeitens mit den Schülern ändern. Hüther fordert einen Masterlehrgang zum „Potenzialentfaltungscoach“.

zum Artikel– vom 19.04.2012

Bildungsreform – nötiger denn je!

Pressemeldung vom 16.06.2012 – Alexandra Lux

Die Bildungspolitik ist im Kreuzfeuer vieler Eltern, Lehrer, Lehrerverbände, Pädagogen und sogar von Schülern und der Wirtschaft.
Immer wieder gibt es Demonstrationen von immer mehr Initiativen. Doch die Resonanz in der Gesellschaft ist eher verhalten. Die Gründe dafür sind vielfältig: Ein Großteil der Bevölkerung hat keine Kinder, ein weiterer Teil hat seine Kinder schon mehr oder weniger erfolgreich durch die Schule gebracht, die Enkel werden das schon auch schaffen. Von den eigentlich Betroffenen hat ein Teil keine Probleme mit den Kindern in der Schule, ein weiterer Teil kann oder will sich aus verschiedenen Gründen nicht in einen Veränderungsprozess einbringen, ein weiterer Teil hält lieber still um den Kindern nicht noch mehr zu schaden. So, und was bleibt dann noch übrig?

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