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Gymnasium 3.0 – Die nächste Sichtweise

 

Die Diskussion um eine weitere Reform im bayerischen Gymnasium und das Scheitern des G8, sowie die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 halte ich für sehr wichtig, doch mir gefallen die Inhalte nicht wirklich! Mir bleibt die Diskussion zu sehr im Alten hängen.

2014-06-04 19.16.07 (Kopie)

Das Gymnasium in 9 Jahren war ein Gebilde, das viele Jahrzehnte mit kleinen Renovierungen und technischen Erneuerungen stabil war. Dann kam ein Sparfuchs im Investormantel und stülpte dem alten Gebäude ein neues Design mit frischen Farbanstrich über. Die Qualtiät der Innovationen war sehr mangelhaft, deshalb musste am neuen Design immer wieder nachgebessert und stabilisiert werden, bis allen Bewohnern und Besuchern auffiel, dass das auf Dauer keinen Sinn hat. Die neue Idee ist nun eine Generalsanierung des alten Gemäuers „Gymnasium“ durchzuführen. Scheinbar steht das Gymnasium als solches unter „Denkmalschutz“!

 

Bei realen Gebäuden würde das Sinn machen, sofern tatsächlich der Denkmalschutz greift. Ich mag Altes, Herrschaftliches und Traditionales persönlich sehr und bin ein Verfechter der Bewahrung des guten Alten. Man kann auch alte Gebäude im Erscheinungsbild komplett neu, mit innovativen Materialien, sinnvollen Installationen und den Vorzügen der modernen Zeit wieder aufbauen.

 

Wie wäre es, das bayerische Gymnasium neu zu denken? Gutes Altes behalten (wobei mir momentan nicht wirklich etwas einfällt) und Innovatives, Schülerzentriertes, sowie Zukunftsorientiertes einzubinden. Es gibt schon viele gute, auch erprobte Elemente auf dem Markt, die eine sehr gute, neue Architektur mit viel Praktikabilität beinhalten. Noch dazu ermöglichen sie eine große Flexibilität, die „Architektur“ auf individuelle Standortbedürfnisse anzupassen.

 

Ein paar Beispiele für das Gymnasium 3.0:

  • Lernlandschaften, -Inseln oder -Büros
  • Altersmischung
  • Herausforderungen
  • Projektarbeiten
  • Portfolios
  • Wortgutachten statt Ziffernnoten
  • Individuelle Leistungsnachweise

 

 

Diese neuen Formen ermöglichen:

  • Jahrgangsmischung
  • Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit und Selbstwirksamkeit
  • Kompetzenzförderung
  • Individialisierung: Fortschritte und Lerntempi (also G8 oder G9!!!)
  • höhere Motivation und Wahlmöglichkeiten
  • Teamarbeit
  • Präsentationssicherheit
  • Inklusion
  • Skills, die das Arbeitsleben fordert
  • Förderung der Meinungsbildung und Kritikfähigkeit
  • Sichtbarmachung des Lernens
  • Ermöglichung der Partizipation – (Mit)Verantwortung in der Gesellschaft

 

Die große Frage bei der ganzen Reformerei ist: Brauchen wir in Zukunft wirtschaftliches Humankapital oder für die Politik den funktionierenden Untertan, oder brauchen wir mündige Bürger für eine Demokratie? – Dementsprechend werden wir Grundschule, Mittelschule, Realschule, Gymnasium oder Gemeinschaftsschule gestalten!

 

Wir sollten die Diskussion aufrecht erhalten! Unterschreiben beim Volksbegehren der freien Wähler zur Wahlfreiheit G8 oder G9 – Am Ball bleiben!