31. Juli 2020

von Alexandra Lux

Wo ist der Fokus?

Was für ein denkwürdiges Jahr….

Wir werden herausgefordert an allen Ecken und Enden. Es gibt die offizielle Meinung und es gibt „Verschwörungstheoretiker“. Es gibt die „Befürworter“ und die „Leugner“ oder mindestens „Gegner“. Der Fokus ist mal hier, mal da...
Was ist „richtig“, was ist „falsch“. Muss das alles so sein, hätte man es anders machen können? „Hätte, hätte, Fahrradkette…“ sagt man normalerweise. So lustig ist das Ganze ja überhaupt nicht und hinterher ist man immer schlauer.

Der/die Einzelne kann am Gesamten nichts ändern. Jede/r darf sich die Informationen holen, die er für sich braucht. Auch wünsche ich mir, dass sich jede/r traut seine Meinung und seine Ansicht zu sagen und zur Diskussion zu stellen. Doch das scheint mir in dieser Zeit schwierig.

Mut oder Eigenzensur?

Ich selbst sage gerne klar, was ich denke und fühle. Ich stelle mich auch gerne in Frage, doch meine Grundwerte diskutiere ich nicht. Ich für mich komme meiner Holschuld in Sachen Information intensiv nach. Ich brauche das um mich umfassend informiert zu fühlen. Und genau das ist es: es zu FÜHLEN!
In den vergangenen Jahrzehnten meiner PersönlichkeitsENTwicklung lernte ich mehr und mehr meine Intuition kennen. Noch immer erfahre ich, dass ich ihr vertrauen darf, wenn der Verstand mal wieder ordentlich dazwischen grätscht. Es kommt mir vor, als würden diese Erkenntnis und die Lernerfahrungen dazu in dieser „Corona-Zeit“ immer stärker.

In meinem Buch MUT lade ich alle Leser ein, ihre Intuition in Bezug auf die Begleitung ihrer Kinder zu entdecken und ihr zu vertrauen. – Es ist eines meiner großen, mir wichtigen Themen!

Vertraue deiner Intuition

Es ist unsere Intuition, unser Bauchgefühl unsere Bauchintelligenz, die uns führt. Der Verstand ist viel langsamer und findet dann die Begründungen für unsere längst getroffene Entscheidung. Wissenschaftlich ist das umstritten, es gibt Untersuchungen dafür und natürlich auch welche, die es als Quatsch abtun. Wie es so ist in der Wissenschaft…. Ich möchte nicht warten, bis sie sich einig sind.

Was würde passieren, wenn wir mehr auf unsere Intuition – die spontanen Gedanken und Empfindungen in Situationen achten würden? Wenn wir sie nicht mehr zerpflücken bis ins Kleinste, weil das, was wir gerade wahrnehmen nicht sein kann oder darf? Was würde passieren können, wenn wir dem nachgehen. Immer wieder innehalten und darüber nachdenken, es möglich sein lassen. Welche neuen Welten und Möglichkeiten würden sich ergeben? Denn die alten – vom Verstand geleiteten – kennen wir nur zu gut! Wollen wir Neues? Trauen wir uns an Unbekanntes?

Gestalter statt Opfer...

Es liegt an uns, worauf wir unseren Fokus legen. Sehen wir das, was uns vorgesetzt wird, was offensichtlich ist? Oder schauen wir dahinter? Hinterfragen wir um Neues zu lernen? Verschaffen wir uns einen Überblick um sortieren zu können?

Wir gestalten alle unsere Realität. Überall, immer. Mit unseren Gedanken, mit unserem Fokus. Kennst du das? Du möchtest dir etwas Neues kaufen. Plötzlich siehst du es überall. Jeder hat es, überall wird es angeboten. Dein Gehirn hat ganz klar ein Ziel! Es möchte diesen Gegenstand haben.
Und so funktioniert unser Gehirn auch, wenn wir uns unser Leben vorstellen. Natürlich gibt es Rahmenbedingungen. Und jede Bedingung hat ihren Spielraum! Wir können all die Hindernisse sehen, oder all die Chancen. Je nachdem werden wir es bekommen, denn alles andere blenden wir aus.
Das hat nichts mit der rosaroten Brille zu tun! Nicht mit dem „esoterischen positiv denken“! Es hat mir der Steuerung deiner Aufmerksamkeit, deinem Fokus zu tun!

Was ist in unserem Fokus?

Ich weiß, was ich will! Darauf richte ich mich aus. Was nicht heißt, dass ich mich nicht auch mit unschönen Informationen beschäftige, dass ich nicht die Herausforderungen unserer Zeit und meiner ganz persönlichen Situation sehe. Doch ich richte mich an meinen Chancen aus. An meinen Möglichkeiten, die ich gestalten kann. Und das geht immer und überall… Manchmal ist es klein, manchmal ist mehr möglich. Manchmal mag ich kämpfen, manchmal nicht. Wo ist dein Fokus?

Astrid Lindgren – ich schätze sie sehr – hat Pippi Langstrumpf geschaffen… Ihr Motto gefällt mir:
Songtext: „2 x 3 macht 4 - widdewiddewitt und 3 macht 9e ! Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt … Hey - Pippi Langstrumpf hollahi-hollaho-holla-hopsasa Hey - Pippi Langstrumpf - die macht, was ihr gefällt.“ Hier geht’s zum youtube-video…

Sind es Kindergedanken? Sorglose, blauäugige Wünsche und eine Sichtweise, die nicht realistisch ist? – Vielleicht – das darfst du für dich entscheiden, doch für mich steckt viel Wahrheit darin!

Lasst uns die Chancen sehen, lasst uns eine Welt gestalten, in der wir gerne leben wollen. Lasst Kinder zu kritischen und mündigen Bürgern aufwachsen – im Sinne Montessoris. Dazu brauchen sie Vorbilder. Die Vorbilder sind die Erwachsenen. Was gerade in Schulen durch die Hygienemaßnahmen passiert ist kein Vorbild, das kritisches Hinterfragen fördert. Es macht angepasst, klein und ängstlich, machtlos. Das ist nicht das, was ICH für Kinder möchte. Ich bin mir sicher, dass Jede/r einen guten Mittelweg findet, den er/sie leben kann, wenn er/sie möchte!

Uns allen wünsche ich, dass es im Herbst stabil bleibt und wir mit Freiheit leben können. Denn unsere Kinder leiden sehr stark darunter! Mehr dazu hier und hier.

Herzliche Sommergrüße – beim Verfassen des Artikels ist es gerade wunderbar sommerlich heiß auf meiner Terrasse.

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